Equanimity | Eine Angelegenheit für sich selbst

Wer in seinem Innern geordnet und wohlbestellt ist, der kümmert sich nicht um das sonderbare und verkehrte Treiben der Menschen. Nur soweit wird der Mensch gehindert und zerstreut, als er von den Dingen in sich aufnimmt. - Thomas von Kempen

Diese Serie wird immer weiter fortgeführt. Es ist eine persönliche Sache, der ich schon seit Beginn meiner fotografischen Karriere immer wieder Aufmerksam schenke. Ich lasse mich gerne von Filmen und Serien inspirieren und gerade die Charaktere interessieren mich, die man nicht direkt sieht. Es sind die Charaktere, denen man von hinten folgt und deren Leben man zeigt, ohne dass man stets auf das Gesicht - das eigentliche Hauptaugenmerk einer Person beim ersten Sehen - achtet. Ich hatte immer schon ein Interesse das Geheime, das Ungewisse zu erkunden und insbesondere die Fotos, bei denen man lediglich den Rücken einer Person sieht, haben mich immer fasziniert.

Vieles aus der Serie ist in Thailand entstanden, wo ich den ersten Schritt gegangen bin überhaupt Leute zu fragen, ob sie sich für mich hinstellen könnten. Gerade wegen der unbekannten Orte fand ich die möglichen Geschichten dahinter viel interessanter. Man möge sich ausdenken, wo die Menschen schon waren und was sie gerade denken, in den Momenten, in denen ich diese fotografiere. Man weiß es nicht. Das Ungewisse siegt und doch kann darin eine Art Gleichmut finden, die aus dieser ruhigen Stellung und Position zu entnehmen ist.